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Hanauma Bay - Schnorchelparadies auf Hawaii
So ziemlich keine andere touristische Sehenswürdigkeit auf Hawaii zeigt wohl
deutlicher den Zwiespalt zwischen Umweltschutz und Massentourismus als die
Hanauma Bay. Einerseits haben die Verantwortlichen großes Interesse, die
unvergleichliche Natur Hawaiis zu schützen, andererseits will sicherlich auch
niemand auf Massentourismus verzichten, der Hawaii großen Wohlstand beschert.
Und eben dieses Dilemma bringt einen so skurrilen Ort hervor wie die Hanauma
Bay.
Die Hanauma Bay ist, ähnlich wie der Diamond Head, ein erloschener Vulkankrater,
bei dem allerdings die Meerseite eingestürzt ist. Daher ist im Kraterinneren
eine malerische Bucht entstanden. Geschützt durch ein vorgelagertes Riff konnte
sich hier ein weißer Traumstrand mit kristallklarem, ruhigen Wasser und
ungezählten Palmen bilden. Ein Ort, der bereits in Elvis Presleys „Blue Hawaii“
zum Träumen anregte.
Die Hanauma Bucht wird aber nicht etwa von wenigen Individualisten besucht, die
unter Einsatz ihres Lebens den steilen Kraterrand hinabsteigen, sondern ist nach
typisch amerikanischen Vorbild als Schnorchel-Themenpark ausgebaut, in dem man
sogar mit dem Rollstuhl oder Elektrokarren für 200kg-Kolosse bis an die
Wasserlinie vorfahren kann. Auch Eintritt muss man natürlich bezahlen. Das Geld
ist allerdings gut angelegt, denn die Hanauma Bay ist, trotz aller Kritik, ein
absolutes Muss.