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Baywatch Hawaii - mit den Flossen auf die Fresse
Das Sicherheitsbewusstsein der Amerikaner ist sehr groß. Und daher ist dieser
Baywatch-Turm exemplarisch für so ziemlich alle öffentlichen Beach Parks, die
wir auf Hawaii gesehen haben. Pamela Anderson oder David Hasselhoff haben wir
natürlich nicht gesehen, aber das Bild vom braungebrannten, gestählten Beachboy
in roten Badehosen oder der unnahbaren Strandschönheit können wir durchaus
bestätigen. Allerdings dürfte der Baywatch-Dienst auf Hawaii insbesondere in der
Hanauma Bay deutlich langweiliger sein als im filmischen Original.
In der Tat müssen die Retter mehrmals täglich mit ihrem knallgelben Surfbrett
hektisch rauspaddeln, wenn mal wieder ein Tourist eine wichtige Essenz des Films
vergessen hat, nämlich dass man im Riffbereich an den Kraterflanken, wo sich die
pazifischen Brecher austoben, in akuter Lebensgefahr ist.
Ansonsten dürfte der Baywatch-Alltag vor allem aus dem Verarzten von
Schnittverletzungen und Schürfwunden bestehen, denn manchmal hat man unter sich
nur 30 cm Wasser. Eine hektische Bewegung oder gar Panik im Angesicht einer
Riesenmoräne und man macht Bekanntschaft mit dem messerscharfen Stein. Einige
Besucher betreten das Wasser ohne Badeschuhe oder Flossen und treten dann auf
die Felsen. Sicherlich auch nicht gerade angenehm. Die ekligste Verletzung, die
Pamelas Erben behandeln müssen, dürften die durch Seeigel sein. Diese kleinen
Biester sitzen unscheinbar in allen möglichen Ritzen des Riffs und warten
darauf, ihre Stacheln hinterhältig in frisches Touristenfleisch zu rammen.
Abgebrochene Stacheln müssen aus der Haut entfernt und die Wunden desinfiziert
werden.
Eine lustige Sache, die wir nicht selten beobachtet haben und die aber bestimmt
nicht weniger verletzungsintensiv ist, sind solche Schnorchler, die bereits auf
ihrer Stranddecke die komplette Ausrüstung samt Flossen anlegen und dann durch
den weichen Sand Richtung Meer stapfen. Hin und wieder sah man die Baywatch-Jungs,
wie sie das zu verhindern versucht haben. Vergebens. Immer wieder fielen Leute
gehörig auf die Fresse.