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99 Steps zum Diamond Head
Zu Fuß erreichten wir einige hundert Meter vom Kuhio Beach entfernt den Eingang
zum Diamond Head Crater, der schräg gegenüber vom Kapiolani Community College
liegt. Wir ahnten, dass der Aufstieg zum Gipfel am Kraterrand bei 30°C kein
Spaziergang werden würde, obwohl man bei 233 m ü. NN. eigentlich nicht wirklich
von einem Gipfel sprechen kann. Durch einen schlecht beleuchteten, engen
Straßentunnel gelangt man ins Innere des Kraters. Dort befinden sich neben
zahlreichen Parkplätzen für die Besucher auch alte Militäranlagen und natürlich
ein kleines Visitor Center. Auf jeden Fall raten wir, insbesondere den Frauen,
zu einem letzten Toilettenbesuch vor dem Aufstieg, denn Du wirst kein
abgeschiedenes Plätzchen mehr bis oben finden, um abseits der Wege den Berg zu
bewässern. Außerdem wird überall darauf hingewiesen, ausreichende Mengen Wasser
mitzunehmen. Das dahinter stehende Geschäftsinteresse ist augenscheinlich.
Dennoch sollte man 233 Höhenmeter bei knalliger Sonne nicht unterschätzen und
mal einen halben Liter pro Person mitnehmen.
Der Aufstieg ist dann wirklich ein kleines Erlebnis. Zunächst geht es noch sanft
über einen guten Weg bergauf, der dann aber immer schlechter wird und sich in
leichten Serpentinen den Berg empor schlängelt. Man vergisst völlig, mitten in
einer Großstadt zu sein, da man über den Kraterrand ja nicht hinaussehen kann.
Am Ende des Weges circa. 50 Höhenmeter unterhalb des Kraterrands beginnt das
Aufstiegsabenteuer erst wirklich. Über die so genannten „99 Steps“ (siehe Foto)
geht es steil nach oben. Kein gutes Gefühl. Es ist so eng, dass man sich
wünscht, dass bloß niemand anderer in Stolpern kommt. Wir haben nachgezählt. Es
sind tatsächlich ninety-nine steps. Dann geht es durch einen völlig
unbeleuchteten Tunnel. Sehr gruselig. Hier würde eine Taschenlampe helfen. Durch
ein in den Fels gehauenes „Treppenhaus“ geht es über schmale Eisenstufen weiter
nach oben. Zweimal Kopf einziehen und durch eine alte Flakstellung klettern,
dann ist man oben. Nichts für große Menschen.
Endlich wird man wird belohnt für die Strapazen des Aufstiegs durch einen
atemberaubenden Rundumblick. Leider muss man sich den mit nicht wenigen anderen
Menschen teilen. Dennoch ist der Aufstieg zum Diamond Head ein Muss auf Oahu.